Hallo zusammen,
der letzte Eintrag ist schon eine ganze Weile her, daher wird es für mich so langsam Zeit euch mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen:
Nach 4 Tagen in Adelaide fuhr ich weiter nach Mildura, was ganz im Norden Victorias liegt und direkt an New South Wales grenzt. Freitagabend dort angekommen, habe ich schon am Samstagmorgen angefangen zu arbeiten :) Jawohl, hört, hört!
Ich arbeitete auf einer Orangenplantage, wo es meine Aufgabe war, das Unkraut zwischen den Orangenbäumen zu entfernen. Nun war das nicht das kleine Unkraut das man von zu Hause kennt und mit den Fingern “zupfen“ kann, sondern teilweise richtige Büsche und Pflanzen, die meiner Meinung nach in die Kategorie „Baum“ passen. Das härteste am Job war aber weder dir Arbeit selbst noch die Hitze, sondern die furchtbaren Fliegen, die gegen 10 Uhr in Scharen auf uns zukamen. Und wenn man dann mal 3 oder 4 Fliegen in den Augen oder Ohren hatte, war das Arbeiten nahezu unmöglich.
Dazu habe ich auch mal ein paar Bilder geschossen, um euch einen kleinen Einblick in meine Tätigkeit zu geben.
Auf dem ersten Bild seht man die Plantage – unendliche Weiten :) Auf dem 2. seht ihr 2 Reihen mit Orangenbäumen, bei der linken Reihe erkennt man gut das ganze Gras und in der Mitte (also auf dem Weg) sieht es noch ganz gut aus. Anders auf Bild 3, wenn das ganze Unkraut ausgebuddelt wurde. Ich hoffe ihr erkennt den Unterschied ;) Das letzte Bild zeigt den Rücken meines Chefs. Wie viele Fliegen zählt ihr? ;)


Nach 10 Arbeitstagen in Mildura fuhr ich am 30.04. mit dem Bus nach Bendigo, und von dort direkt mit dem Zug weiter in die Hauptstadt Victorias – Melbourne. Dort gibt es einen kostenlosen Bus führ Touristen, der eine feste Route durch die ganze Innenstadt dreht, und man so recht schnell alles Wichtige in der City kennen lernt. Des Weiteren habe ich die Formel 1-Strecke gesehen, die ja aus einer öffentlichen Straße besteht und somit nicht gleich auffällt. Außerdem bin ich am botanischen Garten vorbei gelaufen und habe mir das Melbourne Museum angesehen. Alles in allem hat mir Melbourne sehr gut gefallen und sie wird zu Recht als die europäischste Stadt Australiens bezeichnet. Schlecht war in Melbourne nur das Wetter, meistens Regen und sehr, sehr kalt. Vielleicht hätte ich an meinen 3tägigen Aufenthalt noch 1 oder 2 Tage dranhängen sollen.
Dafür war es dann aber schon zu spät, da ich bereits in Mildura mein Flugticket nach Brisbane gebucht habe. Ich bin mit dem Reisen jetzt praktisch fertig. Da zwischen Melbourne und Sydney nichts wirklich Interessantes mehr kommt, und ich ja Sydney auch nicht wirklich gut fand, entschied ich, noch mal nach “BrisVegas” zurück zu kommen. Hier ist das Wetter auch ein wenig besser als in Sydney, für die nächsten 7 Tage wurde Sonnenschein und etwa 26 Grad vorausgesagt. Ich werde in Brisbane noch bis zum 24. Mai bleiben und auf die Heimreise “warten“. Dann fliege ich für 2 Nächte nach Sydney, am 26. Mai geht mein Flieger Richtung Heimat, wo ich am 27. lande.
Das ist aber noch nicht das Ende vom Blog, ich werde mich noch mindestens 1 Mal aus Australien melden, und dann sicher auch noch mal aus Deutschland, also immer schön reinschauen, aber mein Blog müsste doch eh die Startseite bei euch sein, oder? ;)
Auch von Melbourne möchte ich euch noch einige Bilder zeigen:
Das erste ist am botanischen Garten, ein Beet inklusive einer Uhr, die auch wirklich funktioniert hat :) Bilder 2 und 3 zeigen die City zusammen mit dem Yarra River, der durch die Stadt fließt. Und auf dem letzten Bild ist ein „Streetperformer“ (ganz rechts, mit der schwarzen Perücke und dem blauen „Oberteil“) zu sehen. Diese Künstler haben ein etwa 30minütiges Unterhaltungsprogramm. Meistens ist das sehr lustig gemacht, und oft werden auch die Zuschauer eingespannt, wie auf diesem Bild. Solche Streetperformer trifft man immer nur zufällig und man stellt sich dann dazu. So versammeln sich dann gerne ein paar hundert Menschen um ihn herum. Ganz am Ende seiner Show, bittet er um eine kleine Spende, wo man dann ein oder zwei Goldcoins (1 oder 2$ Münzen) in seinen Hut wirft. Laut diesen Künstlern liegt die durchschnittliche Spende aber bei 50 Dollar ;) So etwas habe ich in Deutschland noch nicht gesehen, wäre aber viel unterhaltsamer als die Silber angemalten “Statuen“, die die ganze Zeit still sehen und sich nur bewegen wenn man mal einen Euro locker gemacht hat.


So, heute habe ich wieder viel geschrieben :) Bald gibt es sicher mehr, also immer schön reinschauen.
Bis zum nächsten Mal.
Denny